Münsterplatz bald grün?

Die Rittergasse erhält einen neuen Belag. Die schweren Maschinen verdichten den Boden dort, wie früher mal die Centurionen marschierten. Verdichten ist sowieso Mode in Basel. Für eine Übergangszeit werden provisorische Parkplätze errichtet. Was dem TCS-Präsidenten glatt das Augenwasser schiessen liess, wie er auf TeleBasel zu erkennen gab. Bis das KuMu-Parking gebaut sei (aber ja ohnehin nur, wenn die Mittlere Brücke nur noch für Tram und bewilligte Fahrten statt für alle Riehener auf dem Heimweg offen ist), könne man den Münsterplatz doch als Parkplatz nutzen. Worauf der Baudirektor sich unter beiden Achseln heftig gekitzelt zeigte und noch mehr als sonst belustigt gab. 

Aber auch sonst geht einiges am Münsterplatz. Zum Beispiel dieses Stück Langrasen oder wie man dem immer sagt. Schön eingezäunt, Betreten wohl verboten:

 

Die Vorübergehenden rätselten, wozu denn dieser Exhibition Square wohl dienen könnte. Eine meinte, das sei wohl ein Test, wie der Münsterplatz total vergrünt aussehen könnte. Solche Grasstücke könnten vielleicht auch als „Abstandsgrün“ (Lucius Burckhardt) Verwendung finden. Ein Kenner meinte, die holländischen Büros hätten den Wettbewerb für die Möblierung des öffentlichen Raums im Projekt „Innenstadt – Qualität im Zentrum“ gewonnen, weil sie da und dort etwas mehr Grün vorgeschlagen hätten. Auch auf dem Aeschenplatz und der Freie Strasse. Ob aus dem Grasstück Tulpen schiessen werden, war noch nich zu erkennen.

 
Ein typischer OeV-Fan meinte, der Rasen habe exakt das neue, als äusserst beliebt geltende BVB-Grün. Man solle doch, statt die Trämlis alle neu anzumalen, sie gleich mit diesem widerstandsfähigen Gras bepflanzen. Dann könne man sie wie das Mammut im Musem gleich ein paar Schritte weiter streicheln. Der Widerhall werde sicher weltweit sein und die übrige  Menschheit statt immer nur nach Rom endlich auch zu uns ans Rheinknie blicken.

Ein Nordbasler meinte, das sei nichts anderes als ein Stück Kasernenwiese, das da seine Tattoos heile. Woraus sogleich das Gerücht entstand, die ganze Kasernenmatte werde möglicherweise während des Militärmusikfestivals auf den Münsterplatz in die Ferien geschickt, wo sich dann alle vorbeiflanierenden Menschen jung und alt ausruhen oder Fümorarier wegen Entzug kalt schwitzend mal hinlegen könnten.

Das Rätsel wird sich lösen. Auf dem Münsterplatz West schützt jetzt eine dicke Teerschicht die kostbaren Steine vor den schweren Baumaschinen. Man kann sie jetzt noch sehen, bald werden sie endgültig (man weiss zwar nie beim Tiefbau) verschwunden sein.

 

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