Iniussa virescunt gramina: Reiche Ernte vom Dach der Alterumswissenschaften

Auf den Dächern des Rosshofs, wo unten dran die Gräzisten, Lateiner und Philologen, Archäologen und -innen in dicken Büchern blättern oder Scherben deuten und offenbar fruchtbare Wirkung zeigen, wächst das Gras wie Heu. Wie sagte doch Publius Vergilius Maro in seinen Georgica:

Hic segetes, illic veniunt felicius uvae,
arborei fetus alibi, atque iniussa virescunt  gramina.

„Hier steigt üppig die Saat, dort heben sich schwellende Trauben,
Anderswo prangt Baumfrucht, dort grünt ungeheissen die Grasung.“ (Heinrich Voss)

Die ungeheissene Grasung hat jetzt der Agricola (Agrarpflegefachmann) von der immer grünen Stadtgärtnerei in seinem Stoffkessel heruntergeholt. Das mache man jedes Jahr, verriet er dem Innerstadtblog.

Man könnte sich überlegen, ob man nicht hier auch eine kleine Schafherde halten könnte. Wölfe soll es oben ja noch keine geben, von denen Vergil übrigens gesagt hat:

Ovium non curat numerum lupus.
Wölfe kümmert es nicht, ob die Schafe gezählt sind.

 

2 Gedanken zu „Iniussa virescunt gramina: Reiche Ernte vom Dach der Alterumswissenschaften

  1. sieht frau gar nicht Noch nie ist mir das viele Gras auf den Dächern aufgefallen – anscheinend sieht man sie nur vom Flugzeug aus? Täten da Steine nicht auch ihren Dienst? Oder ist diese Begrünung für die Bienen?

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