Wo einst Adolf Portmann an die Tafel zeichnete

Die alte Universität am Rheinsprung sei bereit fürs Frühjahrssemester, schreibt die Uni. Nach einer zehnmonatigen Bauzeit.

Jetzt strahlt der Hörsaal in weiss, Die Aussicht ist unverändert prächtig. Hier hatte einst Adolf Portmann, der berühmte Zoologieprofessor und  Morphologe seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann geschlagen. In einer Samstagsvorlesung (da war der Samstag noch halber Arbeitstag) um 11 Uhr 15. Mit beidhändigem gleichzeitigem Zeichnen von Nestflüchtern und -hockern, Federn oder was auch immer.. Der Saal war immer voll auch mit Zugewandten. Darum galt die letzte Stunde der Woche am Rheinsprung auch als „Pelzmantelvorlesung“.  Portmann setzte sich sehr für Vermittlung von Naturverständnis und Wissen ein und war unter anderem auch Begründer von Schweizer Jugend forscht.

 

Der untere Seminarraum wurde durch grosszügige Verglasungen zur davor liegenden Gartenterrasse hin geöffnet:

Die Halle im Untergeschoss wurde zum Rhein hin noch mehr geöffnet, schreibt die Uni,  und mit Sitzbänken zu einem Aufenthaltsraum umgestaltet. (Fotos: Amrein Giger Architekten, Basel). Es ist der Unterrichtsraum mit der schönsten Aussicht an der Universität Basel.

Der Anbau mit Hörsaal, Seminarraum und diversen Nebenräumen, wo früher noch Zoologiestudierende im Praktikum Haifischköpfe und Sepien seziert hatten, stammt aus den Jahren 1959/61 und war innen wie aussen stark sanierungsbedürftig, heisst es in der Mitteilung.
Neu präsentiert sich auch der Eingangsbereich: Der verbreiterte Hauptzugang am Rheinsprung 9 wurde stärker auf die Terrasse ausgerichtet und die Eingangshalle in einen grosszügigen Empfangsraum umgestaltet.

Ein besonderes Augenmerk galt der Barrierefreiheit: Der Eingang ist mit einer Rampe versehen, dank einem Lift sind alle Geschosse hindernisfrei erreichbar und auch der Hörsaal ist mit rollstuhlgängigen Plätzen ausgestattet.

Die Sanierung des Anbaus, durchgeführt von den Amrein Giger Architekten in Basel, umfasste zudem Massnahmen zur Verbesserung von Brandschutz und Erdbebensicherheit sowie zur Minimierung des Energieverbrauchs.

Die Instandsetzung dauerte von April 2014 bis Januar 2015 und kostete sechs Millionen Franken. Die vom Nationalen Forschungsschwerpunkt Bildkritik (eikones) genutzten Büros in der Alten Universität blieben während der gesamten Bauzeit in Betrieb. Da das Gebäude in der Stadtbild-Schutzzone liegt, wurden sämtliche Massnahmen mit der Denkmalpflege abgestimmt.

via Universität Basel.

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