Quartierumgang: Ein voller Erfolg

Unglaublich. Der Quartierverein hat zum Jubiläumsjahr zu einem Rundgang um das Territorium des Vereins eingeladen. Mehr als 50 Mitwanderer und Mitwandererinnen finden am Sonntagmorgen vor der Harmonie an der Lyss zum Rundgang ein. Sie haben sich angemeldet. Das sind zwar nicht alle, aber überraschend viele. Grossartig. Der Verein lebt. (Ohnehin sind wir der Quartierverein mit der besten Abdeckung in der Stadt.)

Alle bekommen ein bedrucktes Säggli mit Mineralwasser, Apfel und Riegel. wp-1464543280424.jpg

Die Präsidentin hat zu tun. Der Vorstand ist anwesend. Nur Chasper Knapp fehlt: Er hat heute Geburtstag und gehört der Familie!

Präsidentin Dagmar Vergeat erklärt, worum und wohin es geht.

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Der Rundgang wird sich durch die Kanonengasse an den Steinenring, Heuwaage, Klosterberg, Elisabethenstrasse, Kunstmuseum, Rittergasse, Münsterplatz, Rheinsprung, Schifflände, Petersgraben, Hebelstrasse, Spalentor, Spalen-Vorstadt und zur Kanonengasse zurück ins Kornhaus ziehen.

Erste Etappe Steinenbollwerk: Dagmar Vergeat, Präsidentin des Vereins und organisatorische Seele des Anlasses erklärt auf der Steinenschanze oder -bollwerk die Geschichte des Viadukts und der Metallskulpturen von Paul Suter, die da (kürzlich neu bemalt) seit langem aufgestellt sind. Der Künstler hat ja auch Platz schaffen müssen – zuhause.

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1-_VPK0022Dank Urs Preisig und seinem präzisen, gut komponierenden Auge können wir hier auch noch ein Bild des Berichterstatters in Aktion nachliefern. Hier wird gerade die untenstehende Aufnahme gemacht.

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Emanuel Sandreuter erklärt, wie Alexander Zschokke in Basel hoch verehrt wurde und wie diese Skulpturengruppe von David und Saul zu deuten ist. David ist der junge Mann mit der Lyra (nicht vorhanden) in den Händen. Saul wendet sich ab, gerührt – und eifersüchtig. Der Hund ist irgendwie hübscher Füller.

Manche haben zum ersten Mal realisiert, was da eigentlich an der Wand hängt.

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Wir sind am Kunstmuseum. Auch die jüngeren Teilnehmerinnen haben alle Hände voll zu tun. Sehr konzentrierte Arbeit.

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Immer auch mit der alten Post…

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Nochmals Zschokke (auf dem Brunnen) und ein Besuch anschliessend im  ausserhalb des Quartiers liegenden neu eröffneten Erweiterungsbau des Kunstmuseums.

Auf dem Münsterplatz erzählt Dagmar vom Flüsterbogen links unter dem Georg am Basler Münster:

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Hier flüstert man auf der einen Seite, auf der anderen hört man etwas… Nicht nur für Kinder.

Wir gehen durch die Augustinergasse auf die Schifflände und an den Rhein. Dort wartet eine Überraschung auf uns. An Basels bester Stelle (unter dem Hôtel des Trois Rois) begegnet uns am späten Sonntagmorgen eine Abfall-Parade. Hier hat offensichtlich jemand versagt.

Wir vergeben Cinque Stelle.

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Ein paar Schritte weiter sieht man, wie ordentlich die Leute eigentlich sein möchten. Aber wenns halt keinen Platz mehr hat:

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Müsste einfach jemand leeren. Mit dem Elektromobil oder zu Fuss. Ist ja immer noch vor dem Dreikönige, Basels bester Adresse.

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Schon ein paar Schritte weiter sieht man einen Gast aus Asien fotografieren.image

Ein Paar Schritte weiter, oben beim Seidenhof: Der leere Container. Irgendwie läuft da alles falsch mit dem Dräggsagg.

Nächster Halt Predigerkirche:

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Peter Strub sagt etwas zu den Platten von Bettina Eichin über Peter Ochs, die unter den Arkaden der Predigerkirche Platz (Asyl?) gefunden haben.

Durch die Hebelstrasse zum Holsteinerhof. Wieder ist von Peter Ochs die Rede und von seinem Basler Friede.

Wir gehen weiter zum Spalentor und betreten den Alten Botanischen Garten der Universität.

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Peter Strub schildert die Geschichte des Gartens. 1896 erst mir dem neuen Institut errichtet. Anstelle eines Friedhofs. Der Spalengottesacker bot vorher hier den Toten eine Heimat. Nur vorübergehend. Er wurde in der rasch wachsenden Stadt zu schnell voll – und ins Kannenfeld verlegt. Damals wurden die Leichenwagen eingeführt, erzählt Dagmar Vergeat.
Bei der Eröffnung des Botanischen Instituts war das Victoria-Gewächshaus die grosse Attraktion.

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Das alte Institut. Wird übrigens demnächst umgebaut.

Wir kommen schliesslich am Ziel des Rundgangs an: Dem „Restaurant Kornhaus. Die Baiz“ vulgo Kornhüsli.

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An Tischen im Hof und innen sitzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Quartierrundgangs zusammen und setzen ihre angeregten Gespräche fort. Kaum jemand hat das ausgelassen, oder nur mit zwingenden Gründen..

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War ja auch gute Zehr,
die man da vom Plättchen nehmen konnte.

 

Das Kornhaus hat übrigens extra für uns aufgemacht. Chapeau!

Von Anfang bis Ende hatte Petrus dicht gehalten, dann aber doch die Wasser nicht mehr halten können. Das sieht man am Schild, das im Garten des Restaurant Kornhaus willkommen hiess. Die Tränen des Himmels hinterliessen Spuren in der Schrift,

 

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Was aber die Unermüdbaren nicht daran gehindert hat, noch etwas unter dem Trommeln der Regentropfen unter den Schirmen sitzen zu bleiben.

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