Vernünftige Lösung: Schwarzbelag für Münsterberg und Schlüsselberg

Das Baudepartement geht auf den Wunsch des Quartiervereins Lääbe in der Innerstadt und anderer Organisationen ein und wird den Münsterberg und den Schlüsselberg  statt mit einer durchgehenden Pflästerung mit einem Asphaltstreifen und Natursteinrändern ausrüsten. Der Vorstand des Quartiervereins Innerstadt freut sich, dass diese vernünftige Lösung zugunsten der Fussgänger gewählt wird.

Mit einem Brief an Regierungsrat Hans-Peter Wessels hatte sich der Vorstand des Quartiervereins Lääbe in der Innerstadt dafür eingesetzt, dass bei der Wahl eines neuen Belags für die demnächst zu sanierenden Aufgänge zum Münsterplatz – Münsterberg und Schlüsselberg – statt der vorgesehenen Wacken-Pflästerung ein Schwarzbelagstreifen eingerichtet wird,

der sowohl Fussgängern als auch Behinderten einen möglichst bequemen Aufstieg ermöglicht. Wie dies etwa am Spalenberg und auf den steilen Passagen des Rheinsprungs der Fall ist. Gleichzeitig haben wir auch die unbequeme und wahrscheinlich falsche Wahl einer groben Quarzsteinquader-Pflästerung in der Grünpfahlgasse beanstandet. In ähnlicher Richtung sind auch das Behindertenforum Basel und der Verein Pro Münsterplatz vorstellig geworden. Der Text unseres Briefes findet sich hier.

Nun hat das Baudepartement dem Begehren stattgegeben und einen Schwarzbelag versprochen. Der Brief von Regierungsrat Hans-Peter Wessels vom 24. Juni  findet sich hier. Zwar sei alles normgerecht und dem vom Regierungsrat beschlossenen Gestaltungskonzept entsprechend geplant gewesen, man habe aber nochmals abgewogen und nun beschlossen, statt der durchgehenden Pflästerung eine Kombination von Natursteinpflästerung und Asphalt vorzusehen. Dabei seien die von uns und anderen vorgebrachten Argumente ausschlaggebend gewesen.

Schlüsselberg und Münsterberg werden sich unter unseren Füssen also gleich anfühlen, wenn wir sie dereinst begehen, wie der Spalenberg und entsprechen damit einem bereits vorhandenen Typus.

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Spalenberg heute.

Eine vernünftige Wahl, die wir natürlich sehr begrüssen, auch wenn sie eigentlich „optional und erst in zweiter Priorität“ getroffen wird. Die Fussgänger(innen) und auf Gehhilfen Angewiesenen werden es danken.

Dem Brief des Regierungsrates entnehmen wir weiter, dass der Belag der Grünpfahlgasse die Norm SN 640 075 erfülle… Dort gibt es auch Angaben darüber, wie Natursteinpflästerungen sein sollten. Allerdings bleibt die begründete Vermutung, dass hier einfach der falsche Stein ausgesucht oder geliefert wurde.

Vielleicht nagt ihn der Zahn der Zeit etwas bequemer.