Neue Tramlinien in beiden Basel: auch durch die Basler Innerstadt

Die  Regierungen beider Basel haben heute Details aus der Studie „Tramnetz 2040“ bekannt gegeben. Darin zeigen sie auf, wie Tram-Infrastruktur und -Linien bis in zwanzig Jahren ausgebaut werden sollen.
Hauptprojekte sind die Tramlinie ins Klybeck, durch den Claragraben (Linie 8) und den Petersgraben (Linie 16). Die letztere soll die stark frequentierte Buslinie 30 zwischen dem Bahnhof SBB und der Universität sowie den Spitälern entlasten. Dadurch sollen neue Wohn- und Arbeitsgebiete mit dem Stadtzentrum und den Bahnhöfen verbunden werden. Dadurch sollen auch weniger Trams durch die Innerstadt fahren.

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Der obige Plan zeigt nur das Stadtzentrum. Ein grösserer Plan kann in den nachfolgenden Links heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
http://www.bvd.bs.ch/nm/2019-neue-areale-erschliessen-bessere-tramverbindungen-von-den-quartieren-ins-stadtzentrum-schaffen-und-mehr-flexibilitaet-ins-netz-bringen-rr.html

https://telebasel.ch/2019/01/14/neue-tramlinien-nehmen-fahrt-auf/

http://onlinereports.ch/News.117+M5a11cf925f1.0.html

 

Einladung: Informationsabend zum geplanten Pilotprojekt Quartierkoordination Breite, Gellert, Innenstadt

In den letzten Jahren wurde in den Quartieren aus Basel-Ost (insbesondere in der Breite) mehrfach der Wunsch geäussert, von den Dienstleistungen eines Stadtteilsekretariates oder einer Quartierkoordination profitieren zu können. Die Kantons- und Stadtentwicklung hat den Prozess zur Klärung einer Umsetzung unterstützt und in den folgenden Monaten Workshops organisiert wo Ideen entwickelt und Vorschläge für die Umsetzung der Quartierkoordination erarbeitet wurden. Die Umsetzung des favorisierten «Kombi-Modells» wurde bestätigt. Neben der Quartierkoordination Gundeldingen soll eine weitere Trägerschaft aufgebaut werden, die für die Breite, Gellert und die Innenstadt zuständig ist.

Die Projektgruppe lädt nun zu einem informationsabend zum geplanten Pilotprojekt „Quartierkoordination Breite, Gellert, Innenstadt“ ein.

Montag, 21. Januar 2019 ab 19h im Treffpunkt Breite, Zürcherstrasse 149

Mit diesem Anlass sollen möglichst viele Vereine und Organisationen aus der Breite, dem Gellert und der Innenstadt erreicht und über die angedachten weiteren Schritte informiert werden. Dadurch soll breit abgestützt in einer Pilotphase gestartet werden können. Die Gründungsversammlung des Trägervereins wird am 20. Februar 2019 um 19h stattfinden.

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 19.1.19 an: dominique.koenig@dkoenig.ch

Weitere Informationen zu den Stadtteilsekretariaten Kleinbasel und Basel-West sowie der Quartierkoordination Gundeldingen finden Sie unter http://www.stadtteilsekretariatebasel.ch

 

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Und übrigens:

Podiumsdiskussion zur Umgestaltung der St Alban-Vorstadt

Gegen den Grossratsbeschluss vom 19.09.2018 zur Umgestaltung der St Alban Vorstadt wurde das Referendum ergriffen. Am 10.02.2019 kommt es zur kantonalen Abstimmung.

Der neutrale Quarierverein St Alban-Gellert lädt zur Podiumsdiskussion ein am

Montag, 14, Januar 2019, 18:30 Uhr
Vorstadttheater, St Alban-Vorstadt 12 Basel

Neues im Menu des QV-Innerstadt-Blogs

1. Leser-Meinungen. Sie dürfen hier ihre Meinung zu aktullen Themen bekannt geben. Schicken Sie ihre Email an info@qv-innerstdt.ch und beauftragen Sie uns, diese zu publizieren.

2. Zytige sind nun alle on-line zum herunterladen unter „ZYTIG“.

 

 

 

Weihnachtsapéro 2018 mit Führung im Basler Münster

Eine Gruppe von etwa 30 Leuten hatte sich am Abend des 12. Dezember eingefunden zu einer Führung durchs Basler Münster durch unser Vorstandsmitglied und Münsterpfarrerin Caroline Schröder Field. Der Hauptteil der Führung galt den Fresken in der Krypta. Diese wurden beim Wiederaufbau des Münsters nach dem Erdbeben von Basel 1356 erstellt, bei dem der Chor und das Dach einstürzten.

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Fresken im mittleren  (oben) und im südlichen Gewölbe der  Ostkrypta (mitte und unten), beide um 1400. Oben die Anbetung der Könige und mitte Joachim, wie er aus dem Tempel gewiesen wurde, eine Geschichte aus dem Protoevangelium des Jakobus. Unten eine Szene mit Joachim und Anna an der goldenen Pforte. Sie gelten laut dieser Schrift als  Eltern der hl. Maria, d.h. als Grosseltern von Jesus.

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Nach der Führung begaben sich die Teilnehmer in die gemütliche Hofstube des Bischofs-hofes gleich neben dem Münster wo ein manches Gespräch entstand bei Glühwein, Christstollen (von Martha Berger gebacken nach Rezept Karin Strub) und Weihnachts-gutzi.

https://www.baslermuenster.ch/

https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_(Heiliger)

Das Interview des Monats: Rosita Notter, Modedesign am oberen Andreasplatz

Quartierverein Innerstadt (QV): Rosita, kannst du uns etwas über deinen Hintergrund, deine Ausbildung sagen?
Rosita Notter (RN): Ich habe eine dreijährige Schneiderinnenlehre gemacht an der Frauenfachschule. Nach der Lehre ging ich gleich an die Kunstgewerbeschule und habe die Modefachklasse absolviert wo man nach zwei Jahren ein Diplom bekam. Das war noch kein Studium wie heute; man musste noch keine Matur haben. Aber man konnte trotzdem kreativ sein (lacht). Ich wollte mich dann ursprünglich noch nicht selbständig machen, das war nicht mein Ziel. Aber es war schon damals schwierig, als Modedesignerin eine Stelle zu finden. Man hätte es in Paris oder London versuchen können.
Dann hat mich aber eine Freundin, die die gleiche Ausbildung wie ich hatte, gefragt, ob ich dabei wäre, mit ihr ein Atelier zu eröffnen. Das haben wir dann auch gemacht. Und zwar in einem Haus in der Steinenvorstadt, das kürzlich abgerissen wurde im zweiten Stock, gegenüber dem Kino Küchlin. Das war so ein kleines Backsteinhäuschen, da haben wir angefangen. Das waren zwei Zimmer, eines war der Showroom und das andere das Arbeitszimmer. Damals lief das einfach gleich auf Anhieb. Da gab es eben noch keinen H&M (…so alt bin ich schon, lacht), die jüngeren Leute haben eben wirklich noch Kleider gesucht. Nach ein paar Jahren zogen wir dann in einen Laden an der St. Johann Vorstadt um. Wir hatten dann schon 10 Jahre zusammengearbeitet, gingen aber dann bald eigene Wege. Nach längerer Zeit bezog ich dann wieder mit einer anderen Freundin, Gigi, einen neuen Laden und wir arbeiteten unter dem Namen „Die Zwei“ zusammen.
Vor etwa 6 Jahren wurde dann das Haus mit dem Laden umgebaut und wir mussten ein neues Domizil suchen. Wir haben darauf diesen Ladenraum am Andreasplatz gefunden. Seit etwa zwei Jahren habe ich den Laden nun wieder allein und habe ihn darauf „adrett“ genannt, was eine Plattform für verschiedene Labels sein soll. Seit 2016 arbeite ich auch mit Annina Olga zusammen. Sie hat sich zwei Tage in der Woche eingemietet und arbeitet dann hier im Atelier. Sie ist Textildesignerin und hat sich auf Stricksachen spezialisiert. Das funktioniert sehr toll so zusammen.
Wir machen auch Vernissagen mit Leuten die hier etwas präsentieren möchten. Ich kann den Leuten zwar nicht so viel Laufkundschaft bieten, verlange aber dafür eine eher niedrige Kommission.
QV: Sind es alles neue Sachen die du verkaufst oder in Kommission nimmst?
RN: Ja die sind alle neu.
QV: Und der Schmuck?
RN: Der Schmuck ist von Franziska Rappold, eine Kundin und Freundin aus Freiburg. Ich finde der Schmuck passt auch zu unseren Kleidern, also sehr schlicht. Auch die Taschen von Fiona Losinger aus Bern sind vom Stil her eher beständig und schlicht, so eine Art basic. Man kann aber zB das Leder und das Innenfutter selbst auslesen und dann wird die Tasche bei Ihr nach den Wünschen der Kundinnen hergestellt.
Dann haben wir hier neu das „Skript-book“. Da machen wir am 13. Dezember eine Vernissage dafür. Es ist eine Art Notizbuch, das ist sehr robust, man kann alles auswechseln und das gibt es in drei Farben. Das sind zwei junge Frauen, die das gestaltet haben und sie haben auch eine Agenda im gleichen Stil anzubieten. Sie werden das also hier an dem Apéro präsentieren, wozu sie Einladungen an ihre Leute verschicken werden, der Apéro ist aber für jedermann/frau zugänglich. Da hoffen wir, dass dadurch neue und auch jüngere Leute hier in den Laden kommen. Die Schmuck-Designerin Franziska Rappold und die Taschen-Designerin Laura Margnat werden ebenfalls hier anwesend sein und somit wird das eine bunte Mischung von Leuten sein.
QV: Kannst du auch etwas sagen über deinen Teil, also was im Laden von dir ist?
RN: Wie du weisst ist unser Laden ja hier etwas versteckt, aber für mich ist das auch positiv, weil ich einen grossen Teil der Zeit hinten im Atelier arbeite.
QV: Du stellst das also alles hier her?
RN: Ja, genau. Also die Kleider, die hier vorne hängen, sind von Annina und mir hinten im Atelier hergestellt worden. Es ist ja eine kleine Kollektion, die wir ausstellen und wenn dann die Grösse für jemand nicht passt, kann ich das Kleidungsstück entweder auf Mass neu nähen oder ein Kleid kann gekürzt oder geändert werden.
QV: Von wo kommen die Kundinnen hauptsächlich?
RN: Meistens sind es Kundinnen – natürlich meistens Frauen – aus der Schweiz, die mal eine andere Stadt besuchen und schauen, was es in Basel hat an Kleiderläden. Und viele kommen wieder, sie haben dann das zweite Mal nicht mehr so diese Hemmschwellen. Diese Leute suchen Kleider die es eben nicht überall gibt. Und wir haben ja hier Einzelstücke. Sie machen dann einen Ausflug, verbinden es mit einem Galerien- oder Museumsbesuch und schauen mal bei uns rein oder holen etwas ab, das sie bestellt haben. Natürlich passiert es auch, dass jemand ein Kleid von uns trägt und die Leute fragen woher sie das hat, worauf diese zu uns in den Laden kommen. Aber wie gesagt, Laufkundschaft haben wir eher wenige. Die Touristen vom unteren Andreasplatz sind auch unsicher und wagen es nicht, die Treppe hoch zu uns zu kommen, weil sie meinen es sei hier privat.
QV: Also wünschest du eher einen Laden an der Freien Strasse zu haben?
RN: Nein, gar nicht. Nicht mal an der Schneidergasse. Es ist hier eher fast familiär, so wie in einem Dorf. Im Sommer kann ich auch vor der Tür sitzen zum Handnähen und man trifft sich mit den Anwohnern. Also ich finde es hier sehr angenehm zum arbeiten und sobald ich genug Aufträge habe bin ich sehr zufrieden.
Natürlich muss ich auch mal raus gehen an Messen, Vernissagen und Apéros organisieren oder sonstwie Werbung machen damit die Leute merken, „Ah, die gibt’s ja auch noch!“.

adrett-basel.ch
anninaolga.ch

Zur Erinnerung: Hogg im Schlüssel mit Gast Jürg Humbel aus der Spalenvorstadt

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Mittwoch den 14. November 2018 ab 19:30. Stellen Sie Fragen und diskutieren Sie mit im Zusammenhang mit der Verschiebung der Tramhaltestelle vor das Spalentor an den Experten von der IG-Spalenvorstadt, Jürg Humbel. Unser Quartierverein ist zwar nur für die eine Strassenhälfte der Spalenvorstadt zuständig, aber das Interesse dürfte trotzdem gross sein. Es geht dabei im weiteren Sinn um die Erneuerung der Burgfelderstrasse, Missionsstrasse und Spalenvorstadt.

Das Interview des Monats: Ali und Besey Sazpinar vom Restaurant Pinar an der Herbergsgasse

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QV: Ali und Besey, von wo kommt ihr ursprünglich?

Ali Sazpinar (AS): Wir kommen aus der Provinzstadt Kahramanmaras, Kreisstadt Pazarcik in der Türkei. Das ist vom Meeresstrand Südtürkei etwa 300 Kilometer.

QV: Wie habt ihr beschlossen nach Basel zu kommen und warum?

AS: Wir haben beide einen Matura Abschluss in der Türkei. Ich war in einer pädagogischen Hochschule angemeldet zum weiterstudieren. Meine Frau Besey wurde nach dem Examen angestellt um als Staatspersonal auf dem Grundbuchamt zu arbeiten und hat da zwei Jahre gearbeitet. Da war es für mich als Student nicht gut gewesen, da die Schule, wo ich angemeldet war, wegen Unruhen nach kurzer Zeit wieder geschlossen wurde. Ich wurde mehrere male festgenommen weil ich an einer 1. Mai Kundgebung teilgenommen oder Flugblätter verteilt hatte. Meine Wohnung wurde auch durchsucht und Bücher wurden mitgenommen auf den Polizeiposten. Da habe ich beschlossen, dass ich nicht länger da bleiben wollte sondern aus der Türkei ausreisen wollte.

Besey Sazpinar (BS): Ich war auch bei den politischen Unruhen dabei, da musste ich meine Stelle verlassen. Ali war da schon in der Schweiz und ich wollte auch rauskommen aus der Türkei.

AS: Hier muss man noch anfügen, am 20. Dezember 1978 hat es in der Privinzstadt Karamanmaras, wo wir herkommen, ein Massaker gegeben. Die Radikalislamisten zusammen mit den Nationalisten haben bei der kurdischen Bevölkerung Wohnungen und alles in Brand gesteckt. Wir waren dabei auch betroffen davon, waren aber Ueberlebende bei diesen Angriffen.

BS: Das alles hat vier Tage gedauert und mehr als 1000 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, auch Fauen und Kinder und ältere Menschen. Das ist eine längere Geschichte. Aber wir wollten so wirklich nicht mehr da bleiben.

QV: Konntet ihr dann hier Asyl beantragen?

AS: Ja. Ich bin dann zuerst mit Hilfe von meinem Onkel nach Deutschland gekommen und blieb dort im ganzen dreieinhalb Jahre. Ich war der Erste aus unserer Umgebung der dort damals einen Asylantrag gestellt hat. Nach dem Antrag war ich sechseinhalb Monate lang schwer krank und musste diese Zeit in einem Sanatorium in Deutschland verbringen. Ich hatte damals eine Vorladung zu einem Verhandlungstermin der Asylbehörde bekommen, habe den aber wegen der Krankheit verpasst. Dadurch habe ich mich dann sozusagen schwarz in Deutschland aufgehalten.
Ich habe mich dann entschieden in der Schweiz einen Asylantrag zu stellen. Dadurch bin ich am 30. Mai 1983 von Deutschland nach Basel gekommen und habe hier Asyl beantragt.  Besey war da immer noch in der Türkei. Für mich war aber klar, dass ich nicht in die Türkei zurück wollte. Wenn wir eine gemeinsame Zukunft haben wollten, war klar, dass Besey nach Basel kommen musste. Ich habe ihr dann geholfen dabei und sie ist in die Schweiz gekommen.

BS: Ich war zuerst 15 Monate im Kanton Tessin. Ich habe dann nach kurzer Zeit angefangen in einem Restaurant in der Küche zu arbeiten. Ali und ich durften aber als Flüchtlinge nicht heiraten hier in der Schweiz, dazu mussten wir einen anerkannten Flüchtlingsstatus haben. Nach einem langen Kampf konnten wir dann heiraten, dann bin ich nach Basel gekommen.

AS: Ja, wir haben 1985 hier in Basel auf dem Zivilstandsamt an der Rittergasse offiziell geheiratet. Ich war auch nicht lange arbeitslos, nachdem ich hier angekommen bin. Nach wenigen Monaten habe ich eine Stelle bei einer Gärtnerei in Bottmingen gefunden und blieb dort für 17 Monate. Dann hatte ich noch mehrere andere Stellen, wo ich gearbeitet habe.
Dann im Oktober 1990 hat Besey zusammen mit einer Bekannten den Vorschlag gemacht, selbständig zu werden und einen kleinen Laden zu eröffnen mit Lebensmitteln und türkischer Metzgerei. Wir mussten aber noch einen Raum finden. Wir konnten dann diesen Raum hier mieten, wir haben ihn umgebaut mit Kebabstand und Laden und kleiner Imbissecke und haben ihn 1991 im Oktober eröffnet. Im ersten Jahr ist der Kebabstand ganz gut gelaufen aber der Laden gar nicht. Wir haben dann im 1993 ein Gesuch eingereicht für einen Restaurantbetrieb und haben die Bewilligung bekommen. Wir haben über Ostern einen kleinen Umbau gemacht und den Laden in ein Restaurant umgewandelt.

QV: Habt ihr aber das Restaurant in der Zwischenzeit nicht schon mal renoviert?

BS: Ja, drei mal im ganzen. Im 1991 waren das ja drei Läden nebeneinander, diese haben wir dann nach und nach zusammengelegt.

AS: Das war auch eine alte Liegenschaft. Diese wurde im 1995 versteigert und von einer Stiftung der Universität gekauft. Wir haben dann bald einen Brief bekommen von der Stiftung wo uns gesagt wurde, dass die Liegenschaft totalsaniert würde, dass sie aber kein Restaurant mehr darin haben wollten. Hans Nidegger, der Gründer von Ueli Bier hat das dann mitbekommen. Für uns war das natürlich ein Schock, dass wir da ausziehen sollten. Hans Nidegger hat dann zusammen mit anderen Leuten an die Uni Stiftung geschrieben und uns unterstützt.
Nach ein paar Wochen haben wir eines Tages eine telefonische Platzreservierung bekommen für drei Personen. Das waren drei Frauen von der Uni Stiftung, die hier gegessen haben. Diese haben uns dann nach dem Essen mitgeteilt, dass sie von der Stiftung sind und sie an einer nächsten Sitzung mit dem Stiftungsrat ein gutes Wort für uns einlegen wollen. Wir hatten bald danach auch noch ein Treffen mit dem Präsidenten der Stiftung, Christoph Albrecht, ein Jurist, und wir hatten einen Studenten der juristischen Fakultät dabei. Man hat uns dann erlaubt, das Restaurant nach der Renovierung weiterhin zu betreiben. Wir hatten von Oktober 1996 bis Oktober 1997 eine Pause, da das Gebäude saniert wurde. Seither sind wir Mieter von der Uni Gästehausstiftung.

BS: Und gerne hier!

QV: Ihr fühlt ihr euch wohl hier im Quartier?

AS: Ja, sehr! Ich möchte noch was erzählen dazu. Als es 1995 bekannt wurde, dass wir bald schliessen müssen, kam eines Tages Peter Strub vom Quartieverein ins Restaurant und hat gefragt, ob er ein Foto von uns machen darf, er wolle einen kleinen Bericht mit Foto in die Quartierzeitung schreiben um uns zu unterstützen.

QV: Der Bericht muss aber fast in die erste Ausgabe der Zeitung gekommen sein, da der Verein 1995 gegründet wurde. Ich kann mal im Archiv nachschauen.

AS: Also der Ort wo wir uns wohl fühlen und wir gerne sind ist hier. Auch mit dem Quartierverein….

BS: …..und den Nachbarn haben wir’s sehr gut, viele kennen wir persöhnlich.

AS: Letztes Jahr am 15. Oktober – das fünfundzwanzigste war nicht möglich – haben wir das sechsundzwanzigste Jubiläum gefeiert an einem Sonntag und haben Gäste und Nachbarn eingeladen. Es sind etwa 200 Leute vorbei gekommen und haben uns begrüsst und wir haben zusammen geplaudert. Das war wirklich sehr schön. Wir möchten das gerne mal wiederholen.

Das Zebra lässt bereits den Kopf hängen

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Die Mechanik des Zebras auf dem Rümelinsplatz wurde bereits arg in Mitleidenschaft gezogen. Dies wohl verursacht durch Leute die das Spielzeug mit einem Fitnessgerät verwechselt haben. Kurz vor diesem Foto haben zwei Erwachsene darauf herumgeturnt als ginge es hier um Leistungssport. Die Seile im Inneren sind dem nicht gewachsen. Es ist zu hoffen, dass der Zebra-Mechaniker bald kommt.

Das Interview des Monats: Erika und Toni Ottenburg in der Messerschmiede am Spalenberg

Am Spalenberg 33, im „Haus zur Tanne“ befindet sich das Messerwarenfachgeschäft Ottenburg. Das Unternehmen wurde ursprünglich im Jahr 1807 von der Familie Birmann gegründet. Das Geschäft hat sich dann 1915 am Spalenberg niedergelassen. Dort hat 1942 Toni Ottenburg seine Lehre als Messerschmied begonnen und er hat später das Geschäft übernommen. Zusammen mit seiner Frau Erika hat er die Messerschmiede-werkstatt und den Laden bis vor ein paar Jahren geführt, bevor er sich daraus mit über 90 Jahren zurückgezogen hat. Die Kundschaft kommt aus Europa und der ganzen Welt. Erika Ottenburg führt das Geschäft mit viel Energie und Freude weiter. Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt.

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QV-Innerstadt (QV): Können Sie uns etwas über sich sagen?

Erika Ottenburg (EO): Ich bin Ottenburg, Erika und das Geschäft heisst Ottenburg Toni.

QV: Seit wann gibt es das Geschäft?

EO: Seit 1807. Das ist das älteste Fachgeschäft für Messer und Scheren der ganzen Schweiz. Die Firma Victorinox ist 140 Jahre alt, und dieser Betrieb ist 211 Jahre alt.

QV: Was haben Sie alles im Sortiment? Ich sehe, das ist riesig.

EO: Kochmesser, Küchenmesser, Taschenmesser…. eine ziemlich grosse Auswahl.

QV: Ich sehe auch Messer für Gärtner, Kastanienmesser…

EO: Schneiderscheren, Coiffeurscheren, Nagelscheren, spezielle Lederscheren. Wir haben eine grosse Auswahl an speziellen Scheren und Messern.

QV: Kommt das Gastgewerbe zu Ihnen?

EO: Die kaufen das eher en Gros ein. Aber die Restaurants aus der Umgebung kommen schon auch zu uns. Dann kommen viele Touristen zu uns, die besuchen auch gern die engen Gässchen. Die gehen eher weniger in die Freie Strasse.

QV: Sind Sie hier im Quartier aufgewachsen?

EO: Nein, wir haben etwa 20 Jahre im St Alban gewohnt, bei der Papiermühle. Dann sind wir hier ins Haus gezogen.

QV: Ist Ihr Mann auch noch im Laden oder in der Werkstadt tätig?

EO: Nein, er ist letztes Jahr 90 Jahre alt geworden und arbeitet nicht mehr im Geschäft.

QV: Wie gefällt es Ihnen hier im Quartier?

EO: Wirklich sehr gut! Wir wohnen hier auch schon seit über dreissig Jahren.

QV: Sie haben diesen riesigen Ofen da im Laden. Benutzen Sie den noch?

EO: Nein, schon lange nicht mehr. Man könnte schon, aber es war immer sehr anstrengend, die Steinkohle aus dem Keller holen, vor allem für uns Frauen. Es hat aber jetzt eine Zentralheizung.

 

Rümelinsplatz: Wackeltiere, und ein Ginkgo lässt seine Stinkfrüchte fallen

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Wie angekündigt ist heute Morgen das Wackeltier, das an ein Zebra erinnert, auf dem Rümelinsplatz aufgebaut worden. Die Idee für ein Kinderspiel in der Innenstadt stammt von Pro Innerstadt Basel und dem Kinderbüro Basel und wurde gemeinsam mit dem Planungsamt Basel-Stadt weiterentwickelt.

http://www.medien.bs.ch/nm/2018-basler-wackeltiere-laden-kinder-ein-zum-spielen-und-verweilen-in-der-innenstadt-bd.html

Gleichzeitig ist im Moment Vorsicht geboten wenn man sich da voller Freude dem Wackeltier nähert. Der weibliche Ginkgobaum (steht auf der linken Seite) trägt jetzt reife Früchte, die beginnen herunterzufallen. Der Herr in der roten Jacke hat sich also vielleicht später gewundert wo er denn da in Erbrochenes reingetreten ist….

Die Stadtgärtnerei sollte dann da Abhilfe schaffen indem jemand von ihnen die Früchte pflücken und wegschaffen wird.

 

Nachtrag zur Erneuerung Burgfelderstrasse – Missionsstrasse – Spalenvorstadt

Das Planungsamt des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt hat jetzt die Fragen und Antworten der Fragestunde vom 30. August aufs Netz gestellt. Zusätzlich gibt es weitere Infos zum Thema.

Laden Sie hier die PDFs direkt herunter.

AnwohnerInfo zur Fragestunde:

http://www.planungsamt.bs.ch/dam/jcr:64bb1aed-f934-48ac-89a0-9739ab4f66cc/Anwohnerinfo%20vom%2030.%20August%202018.pdf

Infoflyer zur Erneuerung Burgfelderstrasse-Missionsstrasse-Spalenvorstadt:

http://www.planungsamt.bs.ch/dam/jcr:e5681d36-4d0a-4945-8a5c-4d260ba8ab8e/BVD_Folder_Burgfelder-Missionsstr-Spalenvorstadt.pdf

Regierungsratsbeschluss vom 5. Juni 2018:

http://www.planungsamt.bs.ch/dam/jcr:6849f5c9-4218-41c0-be0b-be6d108da688/Burgfelder-strasse%E2%80%93Missionsstrasse%E2%80%93Spalenvorstadt.pdf