Mehr Lärm in der Innerstadt: Planauflage

Mit einer Aufhebung der Lärmempfindlichkeitsstufe II in den Wohnzonen der Gross- und Kleinbasler Altstadt – innerhalb der Stadtmauern – soll die Boulevardgastronomie unterstützt werden. Das verlangte der Grosse Rat mit der Überweisung der Motion Mumenthaler im März dieses Jahres. Jetzt werden die Pläne aufgelegt, die zeigen, wie die Innerstadt nach der Radikalkur aussehen wird. Wo vorher noch gelbe Inseln waren, soll alles rot werden. Der Quartierverein Lääbe in der Innerstadt wehrt sich gegen diese radikale Veränderung.  Inzwischen hat es an der Rheingasse, dem wunden Punkt, auf den das Ganze eigentlich zielt, Verhandlungen und vorläufige Einigung zwischen den Stakeholdern – Anwohnerinnen und Anwohnern, Hotels mit Gästen und Gastrounternehmern – gegeben. Auch eine Möglichkeit, das Problem sozusagen demokratisch zu lösen.

Hier der Text der Medienmitteilung:

Der Grosse Rat hat den Regierungsrat im März 2017 beauftragt, den Lärmempfindlichkeitsstufenplan (LESP) im Bereich der inneren Stadtmauer Gross- und Kleinbasel flächendeckend der Lärmempfindlichkeitsstufe (ES) III zuzuordnen. Damit soll die Belebung der Innenstadt durch Boulevardgastronomie unterstützt werden. Die entsprechende Planauflage findet zwischen dem 20. November und dem dem 19. Dezember statt.

 

Der Lärmempfindlichkeitsstufenplan legt fest, wieviel Lärmimmissionen in einem Gebiet maximal zulässig sind. Der grösste Teil der Innenstadt befindet sich bereits heute in der für gemischt genutzte Gebiete üblichen Lärmempfindlichkeitsstufe III. Kleinere Teilgebiete z.B. am Nadelberg, Heuberg, Münsterplatz, Klingental oder an der Rheingasse befinden sich in der Stufe II, in der geringere Lärmimmissionen zulässig sind.

Mit der vorliegenden Planung soll die Innenstadt nun einheitlich der weniger empfindlichen Stufe III zugeordnet werden.

Die geplante Erhöhung der Empfindlichkeitsstufe führt in den betroffenen Gebieten zu mehr Spielraum für Lärmarten, für die im Bundesrecht Grenzwerte definiert sind, wie zum Beispiel Verkehrs- und Gewerbelärm. Die mit der Motion angestrebte Erleichterung für die Boulevardgastronomie und andere Nutzungen im öffentlichen Raum kommt indirekt zum Tragen:

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Einigung an der Rheingasse

Von einem „Friedensschluss in der Rheingasse“ berichtet heute Rahel Koerfgen in der „BZ Basel“. Anwohner und Gastrounternehmer, Hoteliers, Hauseigentümer/-innen und Anwohner/innen hätten sich darauf geeinigt, die derzeit eigentlich geltenden  Boulevardöffnungszeiten bis 22 h (so bis Do) und 23 Uhr am Wochenende, nun grundsätzlich um eine Stunde zu verlängern – auf 23 Uhr So bis Do und 24 Uhr Fr und Sa.
Die Motion Mumenthaler, die ebenfalls die Rheingasse im Fokus hat, dafür gleich alle Wohn-Gebiete mit LESII in der historischen Altstadt aufheben will, steht nun ziemlich quer in der Landschaft. Man könnte sie schlicht begraben.

Es braucht überall eine Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen, allenfalls konträren Interessen. Das kann dann – wie das Beispiel Rheingasse offenbar zeigt – zu tragbaren  Kompromissen führen. Man muss nicht gleich die ganze Stadt umfärben.

Was genau verhandelt worden ist und wo es noch hapert, wird vom Stadtteilsekretariat  Kleinbasel berichtet. Der Link dazu befindet sich hier.

Bänke unter den Linden am Andreasplatz

Die beiden Linden auf dem Andreasplatz bekommen schützende Sitz-Gesellschaft: Die Stadtgärtnerei bringt demnächst runde Bänke an (Bild: Visualisierung). Zum Schutz der Bäume und weil sie – das hören wir gern – „das gemütliche Verweilen erlauben“. So steht es im Orientierungsschreiben an die Anwohner. Die hintere Bank (Linde) darf von der Holzofenbäckerei genutzt werden. Sie hat sich im Gegenzug dazu bereit erklärt, die Bänklein zu putzen. Schönes Modell von PPP (Public Private Partnership). Vorbild für den Rümelinsplatz. Dort sollen die beiden Linden ja nicht zuletzt auch deswegen fallen, weil die (bereits vorhandene) runde Sitzgelegenheit immer so  klebrig werde.

Wohnen in der Altstadt: Künftig im roten Bereich?

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So also soll sie aussehen, die neue Lärmempfindlichkeitsstufenverteilung nach dem Rezept der Motion Mumenthaler. Keine gelben Wohnzonen mehr in der Altstadt mit Lärmempfindlichkeitsstufe II (links, wie bestehend), sondern alles durchwegs rot in der  LES III mit mehr Lärm. Die Motion von Stephan Mumenthaler (FDP), die vom Grossen Rat mit geschlossenen Stimmen der anwesenden SP überwiesen wurde, verlangt, dass der „Flickenteppich“ Altstadt in Sachen Lärmschutz vereinheitlicht und alles in die LE-Stufe III (rot) rechts  eingefärbt wird.

2017-10-23 17_51_21-Einladung_BVD_Infoveranstaltung LESP Innenstadt-1.pdf - Adobe Acrobat Reader DCGelbe Flicken darf es bereits in der St.Albanvorstadt, am St. Alban Rheinweg und gegenüber geben. (Obwohl man da ja vielleicht eine weitere Riviera bauen wird.) Gelbe lärmgeschützte LESII-Zonen gibt es natürlich auch in Riehen. Weiterlesen

Dienstag ab 19 Uhr: Hock

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Am Dienstagabend um 19 Uhr ist wieder Quartiervereins-Hock. In Dagmar Vergeats „Vorderem Orient“, Pfeffergässlein 20a. Tranksame steht bereit. Gemütlich und anregend. Für Gespräche mit anderen aus dem Quartier über schöne Erlebnisse, den prächtigen Herbst mit leuchtend gelben Ginkgo-Bäumen, stattlichen Linden, Bsetzi und ruchlose Pläne, die für Wohngebiete gedachte Lärmempfindlichkeitsstufe II nur noch in Riehen, nicht aber mehr in der Altstadt  weiterzuführen.

Restaurant Pinar feiert 26 Jahre

Die Herbergsgasse wurde am Sonntag zur echten Begegnungszone. 26 Jahre Restaurant Pinar wird gefeiert. Auch der Himmel lacht den Sazpinars. Wir freuen uns auf weitere 25 Jahre Gastlichkeit. Alles Gute. Das Quartier.

Polleranlage zerstört

Die Säule der Polleranlage am oberen Spalenberg ist vermutlich durch Brandstiftung zerstört worden und ausser Betrieb (Foto Peter Strub).
Der zuständige Romeo DiNucci schreibt dazu:

Vermutlich haben Sie es schon selber bemerkt.

Heute Mittag wurde ich durch die Verkehrsleitzentrale informiert, dass am vergangenen Samstag, 7.10.17 in den frühen Morgenstunden die Bediensäule der Polleranlage in Brand geraten ist, vermutlich durch Brandstiftung. Die Berufsfeuerwehr Basel konnte den Brand anscheinend rasch löschen.

Die Firma Consel hat die Bediensäule in der Zwischenzeit komplett abgebaut und in ihre Werkstatt gebracht. Dort wird geprüft, welche Komponente der Anlage Schaden genommen haben. Daraus lässt sich dann sowohl die Schadenssumme wie auch die ungefähre Instandsetzungsdauer der Schäden abschätzen. In den nächsten 2-3 Tagen sollte die entsprechende Rückmeldung seitens der Firma Consel erfolgen.

Bis auf weiteres bleibt die Anlage somit ausser Betrieb.

Besten Dank fürs Verständnis und freundliche Grüsse

Romeo Di Nucci

Zone der Begegnungen

Man muss schon eine Zeitlang davor stehen, um die ganze Aussage dieser reichen Signaletik (wie aus dem Wimmelbuch) zu erfassen. Und da (vor der Peterskirche) gibt es bald Begegnungen mit der Wurst.

Innerstadt vor Riviera

Peter Strub hat einen Leserbrief geschrieben.


a1-f1-m40332-2.pdf