Dermitt dr doch non e weeneli ebbis vo dr Nit-Fasnacht hän

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Do sin d’Comité-Bängg:

https://www.schnitzelbankbasel.ch/schnitzelbaenke/

 

Und uff telebasel gits au „wildi“ Bängg:

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https://telebasel.ch/telebasel-fasnacht/

Dr „Glai Cortège“ oder eher der „Basler Monster-Kinder-Umzug“?

Laut Lehrpersonen heisst der Anlass «Basler Schuelfasnacht in dr Innestadt»,  der heute Nachmittag um 17 Uhr vom Münster- und Barfüsserplatz Richtung Kleinbasel zum Theodorschulhaus zog. 10’000 Personen wurden erwartet, davon 8000 Kinder aus 80 Kindergärten und 330 Primarklassen aus Basel, Riehen und Bettingen. Dabei waren auch Begleitpersonen sowie Cliquen und Guggemusiken. Seinen Ursprung hatte der Umzug vor zehn Jahren, als das Comité sein 100-jähriges Bestehen feierte. Wer dabei war kann bestätigen, die Strassen entlang des Umzugs waren fast so voll wie am „richtigen“ Cortège. Da spielte sicher das milde und trockene Wetter auch mit.

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Siehe auch: https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/vorsicht-monster-umzug-die-basler-kinderfasnacht-wird-mit-10000-teilnehmern-rekord-sprengen-136382855

Wir informieren weiter zu den „Zämme besser“ Initiativen

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Fernsehen SRF Regionaljournal – Die Logik von Gewerbeverbandspräsident Marcel Schweizer: weil die 10%ige Reduktion des Autoverkehrs nicht erreicht wurde, muss das Gesetz abgeschaft werden.

https://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/abstimmungen-9-februar-heisse-diskussion-um-richtungsentscheid

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Fernsehen SRF-Schweiz aktuell – Europäische Innenstädte haben bereits Umwelt-Vignetten, jetzt reagiert Genf.

https://www.srf.ch/news/schweiz/wegen-smog-fahrverbot-fuer-abgasschleudern-in-genf

Informationen vom Quartierverein Innerstadt zur Abstimmung am 9. Februar über die Auto- und Parkplatzinitiativen (Zämme besser) und den Gegenvorschlag

Als Quartierverein der Innerstadt Basel sind wir schon von den Statuten her verpflichtet, uns für das Wohl der Bewohner und Bewohnerinnen einzusetzen. Weiter haben unsere Vorgänger im Vorstand stark mitgeholfen, eine möglichst autofreie Innerstadt zu schaffen. Das Resultat hat bis jetzt sehr gut funktioniert und hat z.B. dazu geführt, dass neue Bewohner in die Innerstadt gezogen sind. Als Nebeneffekt sind u.a. die Anzahl Verkehrsbussen bei uns stark zurückgegangen, dies auch weil der Autoverkehr abgenommen hat (bz-Basel zur Bussenstatistik Januar 2020 der Polizei BS; 1).
Der Gewerbeverband hat mit Unterstützung der bürgerlichen Parteien, dem TCS und ACS sowie weiteren Interessengruppen zwei kantonale Initiativen eingereicht. Der Grosse Rat hat sich am 18. September 2019 gegen die Initiativen ausgesprochen.

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Hauptanliegen der Initiative 1,  „Zämme fahre mir besser“
Im Status quo, dem Gesetz 2019, § 13 heisst es, dass der private Motorfahrzeugverkehr auf dem Kantonsgebiet „…langfristig abnimmt und bis zum Jahr 2020 um mindestens 10%“… abnehmen soll. Wir haben jetzt 2020 und der besagte Verkehr hat in Wirklichkeit um 6% abgenommen.
Der Initiativtext verlangt, dass dieser Artikel gestrichen wird und verlangt als Ersatz dass „…der Langsamverkehr, der öffentliche Verkehr und der motorisierte Individualverkehr vor vermeidbaren Behinderungen und Gefährdungen geschützt werden“. Weiter sollen die § 13 a (Monitoring) und 13 b (Massnahmen) ersatzlos gestrichen werden.

Initiative 2: „Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer“
Im jetzigen Umweltschutz-Gesetzestext heisst es im § 16, dass „…nach Möglichkeit genügend Parkflächen für motorisierte und nicht-motorisierte Zweiräder zur Verfügung…“ stehen sollen.

Der Initiativtext verlangt neu, dass „… eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen für den Veloverkehr und den motorisierten Individualverkehr eingerichtet werden.“ Damit sind wohl Parkplätze für die meistens auswärtigen Kurzparkierer gemeint.

Das jetzige Gesetz sagt in § 16. 2: „Das zeitlich unbeschränkte Parkieren privater Motor-fahrzeuge auf öffentlichem Grund ist bevorzugt Behinderten, Anwohnerinnen, Anwohnern und gleichermassen Betroffenen zu ermöglichen.“
Der Initiativtext verlangt aber: „Das zeitlich unbeschränkte Parkieren privater Motorfahrzeuge auf öffentlichem Grund ist bevorzugt Behinderten, Anwohnerinnen, Anwohnern und Gewerbetreibenden und gleichermassen Betroffenen zu ermöglichen.“

Das Anliegen ist zwar begreiflich, es werden aber dann weniger freie unbeschränkte Parkplätze übrig bleiben für Basler Anwohner. Diese haben mit einer Anwohnerparkkarte das Privileg, in der Blauen Zone das Fahrzeug zeitlich unbeschränkt zu parkieren falls sie einen freien Platz finden. Viele Autobesitzer haben deshalb einen festen Parkplatz in einem Parkhaus, was aber etwa das zehnfache kosten soll verglichen mit der Anwohnerparkkarte.
Im Uebrigen hat Basel eine sehr differenzierte Parkraumbewirtschaftung (Verordnung über die Parkraumbewirtschaftung), wo zB auch Gewerbetreibende eine Gewerbeparkkarte beantragen können. Weiter gibt es von „Besucherinnen- und Besucherparkkarten“ bis zu „Spitexparkkarten“ alles, das die Parkbedürfnisse der Automobilisten abdeckt 2).

Fast skandalös ist die Tatsache, dass in der Initiative das „Monitoring“ (§ 13a, die Messung der „Strassenverkehrsleistungen“) ersatzlos gestrichen wurde. Es soll ja nicht sein, dass man nach dem möglichen Inkrafttreten der Initiative fast gezwungenermassen feststellen wird, dass der Verkehr, sowie der CO2- und Schadstoffausstoss zugenommen hat.
Die gesammte CO2 Ausstoss der Basler Bevölkerung hat zwischen 1990 und 2016 etwa um 33% abgenommen von 5.6 auf 3.7 Tonnen pro Person (Schweiz 4.7 t, 2018), wobei diese Reduktion vor allem bei den Heizungen erziehlt wurde. Bei Benzin und Diesel war die Reduktion wenige %. 3)
Konsequenterweise dürfen nach der Initiative die meisten SUVs und Fahrzeuge mit PS-starken Motoren sowie Dieselfahrzeuge nicht mehr in den Kanton Basel hineinfahren, weil sie nicht „umweltfreundlich“ sind (das Wort wird auffallend oft verwendet im Initiativtext). Weiter verlangt die Initiative auch Parkplätze für Velofahrer, sogar gedeckte. Allerdings steht das schon im jetzigen Gesetz.

In unzähligen Städten innerhalb Europa kann man nur noch mit spezieller Bewilligung, abhängig vom Schadstoffausstoss des Fahrzeugs, in die „Umweltzonen“ hineinfahren. Oft bekommen Touristen keine solchen Vignetten, müssen also das Auto vor den Stadttoren stehen lassen, wie der TCS berichtet 4). In Basel scheint dieses Thema nicht bekannt zu sein; wir gehören ja schliesslich auch nicht zur EU.

Der Gegenvorschlag der Regierung
Als Reaktion auf die Initiativen, hat die Regierung einen Gegenvorschlag formuliert. Dieser übernimmt einige der Anliegen der Initiativen, fördert aber gezielt umweltfreundliche Verkehrsmittel und Fortbewegungsmittel. Der Verkehr soll bis 2050 weniger Lärm und weniger Schadstoffe verursachen und Klima und Resourcen schonen. Der Regierungsrat soll jeweils passende Zwischenziele festlegen. Scheint vernünftig.

Unser Rat: Gehen Sie an die Urne oder stimmen Sie brieflich, bei uns in Basel brauchen Sie nicht mal eine Briefmarke!

Ihre eigene Meinung können Sie jederzeit in unserem Blog unter „Leser-Meinungen“ publizieren. Schicken Sie uns eine Email mit Ihrem Text (info@qv-innerstadt.ch)

Georges Martin, Mitglied im Vorstand und „Bloggi“

1) https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/parkbussen-auf-absolutem-rekordtief-hier-werden-in-basel-die-meisten-bussen-verteilt-134150994

2) https://www.polizei.bs.ch/verkehr/strassenverkehr/parkieren.html

3) https://www.klimaschutz.bs.ch/klimapolitik/co2-emissionen-und-energieverbrauch/co2-emissionen.html

4) https://www.tcs.ch/de/camping-reisen/reiseinformationen/wissenswertes/fahrzeugvorschriften/umweltzonen-europa.php

Weihnachtsapéro 2019

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Wie letztes Jahr haben wir den diesjährigen Weihnachtsapéro mit einer Führung im Münster begonnen. Gleich zu Beginn wurden wir mit einem wunderbaren Harfenkonzert in der Ostkrypta begrüsst, dargeboten von Daniel Ramseier.

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Caroline Schröder Field hat uns danach weiter geführt in die Vierungskrypta, wo wir die Audio-Video-Schau über die Entstehung des Heinrichsmünsters sehen konnten. Diese Installation war den ganzen Sommer über in Betrieb während dem Münsterjubiläum „1’000 Jahre Basler Münster“. Die Krypten dürfen während der gesamten Heizperiode höchstens zweimal zugänglich sein für Besucher, weil die Fresken wegen der Atmungsluft sonst Schaden nehmen können. Wir hatten also das Glück, zu den Auserwählten zu gehören.

Die Video-Schau wird nächsten Sommer wieder in Betrieb sein und ist dann während den Oeffnungszeiten jederzeit zugänglich.

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Den Abschluss bildete der Apéro in der gemütlich warmen Hofstube wo wir Glühwein, Guzzi, Mandarinli sowie Martha’s ausgezeichneten Christstollen geniessen durften. Zu Bildern hat es nicht mehr gereicht, aber der Saal war mindestens so voll wie letztes Jahr, mit vielen interessanten Gesprächen.

Wir wünschen allen unseren Mitgliedern Schöne Festtage.

Harley Niggi-Näggi Event 2019

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50 Santa-Clauses auf donnernden Maschinen, eine jubelnde Menge, Tausende von verschenkten Niggi-Näggi-Seggli, und noch mehr strahlende Kinderaugen. Das ist der alljährliche Harley Niggi-Näggi des Harley Owners Group Northwest Chapters Switzerland.

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Auf dem Basler Marktplatz gibt es – nach einem tollen Corso durch die Stadt – Nüssli und Süsses für die Kinder. Die Erwachsenen können Glühwein oder Punsch kaufen. Der Erlös geht an einen guten Zweck, nämlich an die Theodora-Stiftung. Die Spitalclowns bringen die Kinderaugen immer zum Lachen nicht nur an Weihnachten oder Niggi Näggi.

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https://www.hognws.ch/content/nigginaeggievent/

https://ch.theodora.org/de

Fertig gepflästert: Unser Marktplatz ist wieder wie neu

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Nach siebenmonatiger Bauzeit hat das Tiefbauamt den Platz vor dem Basler Rathaus neu gepflästert. Mit einer symbolischen Schlusssteinlegung in Anwesenheit von Regierungs-präsidentin Elisabeth Ackermann wurden am letzten Donnerstag die Sanierungsarbeiten auf dem Marktplatz abgeschlossen.
Ab Jahresbeginn wurden auf der Seite des Rathauses die Wasserleitungen saniert und neue Stromanschlüsse erstellt durch die IWB und ab April wurde die Pflästerung ersetzt. Da die Sanierung aufwendiger wurde als angenommen stiegen die Ausgaben um Fr 200’000 auf  Fr 500’000.
Der Aufenthalt auf dem Marktplatz sollte also ab sofort wieder stolperfrei möglich sein.

Das obige Foto wurde auf dem Rathausturm aufgenommen. Der Marktplatz scheint etwas verbogen, verursacht durch die Panoramaaufnahme.

Siehe auch: https://www.bazonline.ch/basel/stadt/basler-marktplatz-ist-fertig-renoviert/story/18687395

Abschluss des Münsterjubiläums: Ökumenischer Festgottesdienst im Basler Münster

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Reformationssonntag, 3. November, 10.00 Uhr

Der offizielle Abschluss des Jubiläums «1000 Jahre Basler Münster» findet im Rahmen eines Festgottesdienstes statt. Es wirken mit: Bischof Felix Gmür, Münsterpfarrerin Caroline Schröder Field, Kirchenratspräsident Pfarrer Lukas Kundert und die Knaben-kantorei Basel.

Auf den Gottesdienst folgt die «PROZESSION1000PLUS» in Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel und dem Jazzcampus Basel: 15 Musikerinnen und Musiker begleiten den Weg vom Basler Münster zum Kunstmuseum Basel | Neubau, Komposition: Adrian Mears (Uraufführung), mit anschliessendem Apéro im Kunstmuseum Basel | Neubau.

Bye, Bye Tropenhaus – oder besser: auf Wiedersehen

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Das Tropenhaus im Botanischen Garten beim Spalentor ist über 50-jährig und weist erhebliche Altersschäden auf, deshalb muss es ersetzt werden. Seit dem 1. Juli 2019 ist es für die Öffentlichkeit geschlossen. Ab Oktober 2019 beginnt der Rückbau und im Sommer 2021 soll der neue Tropenhaus-Komplex eröffnet werden.
Am letzten Wochenende, am Tropenhausfest am Samstag, sowie am Sonntag war es ein letztes Mal möglich, das alte, aber inzwischen leere Tropenhaus von Innen zu besichtigen. Mit Wehmut gedachte man des tropischen Urwalds, feucht und warm und voller Vogelgezwitscher. Aber man freut sich natürlich auf die Eröffnung der neuen Anlage in weniger als zwei Jahren. Und es gibt noch so viel anderes zu sehen im Rest vom Botanischen Garten.

th_pano-650Foto Website Botanischer Garten:   https://botgarten.unibas.ch/tropenhaus/

Interview des Monats: Michele Luongo im ZERONOVE

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Quartierverein Innerstadt (QV): Michele, kannst du etwas sagen zum Anfang; wie bist du darauf gekommen, einen Kleiderladen zu eröffnen?

Michele Luongo (ML): Also grundsätzlich bin ich ein Quereinsteiger. Meine Partnerin hatte damals einen Laden gesucht in der Innerstadt für Schuhe und Accessoires, da habe ich diesen Laden am unteren Spalenberg gefunden. Den Laden haben wir im 2009, am 9. 9. 09 eröffnet, daher auch der Name «ZERONOVE»; also das war vor 10 Jahren. Das hat dann aber nicht so richtig geklappt, so haben wir auf Kleider umgestellt. 2015 gab es die Möglichkeit, auch den Laden daneben zu übernehmen, dort habe ich dann die Herrenabteilung eröffnet. Ursprünglich bin ich eigentlich Handwerker, ich bin Bodenleger. Mode hat mich aber immer interessiert. Nach der Lehre als Bodenleger war es für mich als junger Mann natürlich nicht attraktiv, auf dem Bau zu arbeiten. Da habe ich in Biel einen Job angenommen als Modeverkäufer und Modeberater. Nach vier Jahren kam ich wieder zurück nach Basel wo ich eine Zeit lang bei der Firma Big Star Jeans verkauft habe; während der Hochkonjunktur lief das sehr gut. Nach einer Weile habe ich dann festgestellt, dass man als Modeverkäufer nicht gerade viel verdient. Ich ging dann wieder zurück auf meinen gelernten Beruf und habe mich im 1988 selbständig gemacht als Bodenleger bis ich dann den Herrenmodeladen eröffnet habe. Das mit den Kleidern gefällt mir schon sehr gut. Es ist einfach so, dass in den letzten Jahren der Umsatz zurück gegangen ist; die Leute kaufen mehr im Internet ein oder in Billigläden. Natürlich waren Kleider in Fachgeschäften immer relativ teuer und die Ladenmieten sind auch nicht günstig.

QV: ich habe gehört, du willst Ende Jahr aufhören.

ML: Es ist richtig, ich werde Ende Jahr den Standort Spalenberg aufgeben, weil es finanziell nicht mehr tragbar ist. Ich würde gerne woanders in der Innerstadt weitermachen. Etwas kleiner, vielleicht in einer anderen Form, da bin ich noch am Suchen. Es gibt auch mehrere leere Läden in der Umgebung. Da ich noch bis Ende Jahr hier bin, muss ich mich auch noch nicht beeilen. Mein Plan ist, nach der Fasnacht wieder irgendwo mit einer neuen Frühlingskollektion weiterzumachen.

QV: Kannst du etwas empfehlen was man tun muss, um auf deinem Gebiet erfolgreich zu sein?

ML: Also, Mode und Kleider ist für mich zu einer Leidenschaft geworden. Man muss auch irgendwie die Leute ansprechen und etwas Spezielles bieten. Dann lege ich Wert auf gute Qualität und Beratung. Wobei ich in den letzten Jahren das Gefühl bekam, dass die Leute gar nicht so sehr Beratung wünschen. Es ist alles «do-it-yourself» heute. Das ist wahrscheinlich so ein Trend, wie wenn die Leute zum Arzt gehen, wissen sie schon zum Voraus, was sie haben. Aber trotzdem sage ich es den Kunden, wenn ich finde, es passt etwas oder es passt eben nicht. Schrittlänge ist ein Faktor: wenn die Hose zu lang ist, ist das Bein zu kurz. Ich bin auch eher klassisch; das hat auch damit zu tun, wo ich die Kleider einkaufe. Natürlich sollen die Leute sich so kleiden wie sie sich fühlen. Aber wenn man im Billigladen ein T-Shirt für 9.90 kaufen kann, dann stimmt doch irgendwas nicht.

QV: Woher beziehst du deine Kleider?

ML: Die kaufe ich ein an Messen. Eine grosse Messe für Kollektionen ist in Florenz, die ist zweimal im Jahr. Da orientiert man sich, was ist nächste Saison in und was kommt neu. Ich habe hier italienische Marken; da kann man den Stoff, die Farbe und das Modell aussuchen. Da findet man auch neue Kontakte, dafür sind Messen gut.

QV: Was sagst du aus deiner Erfahrung über den Standort in der Basler Innerstadt?

ML: Ich finde es hier in der Innerstadt natürlich sehr schön und bin traurig, dass ich weggehen muss. Vor allem ich als Italiener schätze es schon, dass man sich hier kennt, ich kenne die Nachbarn und man sagt sich Buon Giorno, wenn ich am Morgen vor dem Laden das Trottoir wische. Viele Leute in der Nachbarschaft sagen sie fänden es auch schade, dass ich aufhöre. Aber ich denke ich werde schon was finden in der Nähe und noch ein paar Jährchen weitermachen bis ich mich zurückziehe vom Business.

QV: Du gibst im Moment bis Ende Jahr Prozente auf deine Sachen, wieviel denn?

ML: Auf die neue Kollektion gebe ich 10% und bei den Sachen vom Sommer oder letzten Winter gebe ich 50%. Ich möchte dann im Frühjahr mit der neuen Kollektion beginnen.

Interviewer: Georges Martin