Leser-Meinungen

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21.November 2018

Guten Tag
Ich beziehe mich auf die QV-Zytig vom November (2018) und möchte Folgendes kundtun:

Die Petition Rümelinsplatz scheint bezügl. der beiden Ginkgos keinen Erfolg gehabt zu haben. Meines Erachtens sollte man weiter dafür kämpfen, denn die Begründung (welche???) der Behörden zur Fällung der beiden gesunden Bäume vermögen überhaupt nicht zu überzeugen. Das Mäuerchen – wenn’s denn überhaupt eins braucht – kann auch bei einem Stehenlassen der Bäume problemlos gebaut werden (so sieht es zumindest auf der animierten Abbildung der Architekten aus). Es ist deshalb weiter für den Erhalt der beiden Ginkgos zu kämpfen. Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das Ganze noch ein Geschäft, das im Grossen Rat noch behandelt wird. Hier müsste also noch Lobby-Arbeit geleistet werden.
Eine Tramhaltestelle in der Spalenvorstadt ist wohl das dümmste, was man sich ausdenken kann. Man muss sich mal vorstellen wie das funktioniert. Das Tram hält von der Lyss herkommend vor dem Spalentor um nachher ein paar Meter weiter nochmals anhalten zu müssen (Rotlicht). Eine Verschiebung auf die Missionsstrasse macht da viel mehr Sinn. So könnte das Tram schon in der Vorstadt die Grünphase zur Überquerung der Kreuzung auslösen um dann unbehindert darüber zu können und erst danach die Leute aussteigen zu lassen. Und in der Umkehrung könnte das Tram in der Missionsstrasse vor der Kreuzung Spalentor die Leute aussteigen lassen um nach Türschliessung via Grünphase-Auslösung die Kreuzung zu überqueren ohne ein weiteres Mal anhalten zu müssen Richtung Lyss. Die Höhe des Einstiegs rollstuhlgängig zu machen wäre auch kein Problem: Man müsste lediglich die Fahrbahn des Individualverkehrs anheben (wie z.B. am Riehenring). Mit entsprechend richtiger Markierung am Boden lässt sich auch eine weitere Ampel in der Missionsstrasse verhindern.
Gut, dass sich der Bund schwer tut bezügl. Finanzierung der Projektierung des Herzstücks. Dieses grössenwahnsinnige Projekt muss unbedingt verhindert werden – Basel braucht keine U-Bahn. Schon heute hat man viel zu viel Geld dafür ausgegeben. Viel besser wäre, den ÖV zurechtzuschneiden und z.B. die Tramlinien in der Innenstadt zu reduzieren – heute fahren 7 Linien zwischen Marktplatz und Barfüsserplatz (und das mal 2). Eine Überquerung der Tramgleise für ältere und/oder behinderte Leute ist lebensgefährlich, nicht zuletzt weil auch noch die Velos kreuz und quer fahren (Kistenvelos, Anhänger-Velos, E-Bikes). Den 17er brauchts nicht durch die Innerstadt – könnte locker über die Dreirosenbrücke an den Bahnhof SBB geführt werden. Den 15er brauchts ebenfalls nicht – könnte locker via Riehenring-Dreirosenbrücke-Bahnhof SBB-Aeschenplatz-Denkmal geführt werden. Dazu ein Velofahrverbot in der Innerstadt, womit man eine gewisse Entflechtung bzw. Verkehrsberuhigung hätte. Und wenn schliesslich endlich mit dem Bau weiterer Parkhäuser an der Peripherie vorwärts gemacht würde (bevor immer wieder Parkflächen an der Oberfläche aufgehoben werden), könnte auch das moderat zu erwartende Bevölkerungswachstum bzw. das weitere Verkehrsaufkommen aufgefangen werden.
Der QV-Innterstadt sollte sich vermehrt auch bezügl. der E-Bikes engagieren. Es kann nicht sein, dass Autos mit Zufahrtsbewilligung im Schritttempo in die Fussgängerzone fahren und dabei von rasenden E-Bikern links und rechts überholt werden – notabene meist noch ohne Licht. Es kann nicht sein, dass wenn ich an der Schneidergasse aus dem Haus komme von Velofahrern angeranzt werde, weil die dann vielleicht abbremsen müssen oder knapp an mir vorbei kurven und dafür andere Fussgänger über den Haufen fahren. Eine Fussgängerzone sollte als solche auch keine Velos zulassen, die nicht im Besitz von Anwohnern in der Kernzone sind. Und für diese gilt ebenfalls Schritttempo (siehe Verkherstafel am Eingang zur Schneidergasse).

So, nun habe ich mir wieder einmal Luft gemacht – ich bin bestimmt nicht der einzige, der sich über den Ist-Zustand bzw. die Pläne unserer Stadt-Oberen ärgert und entsprechend Sorgen macht.

Freundliche Grüsse
Lucien Vuille