Rümelinsplatz: Bäume gesund

 

2-Rümeli IMG_6937Zwei stolze Ginkgos und zwei schöne Linden sollen Gleditschien weichen. So will es das Siegerprojekt im  Wettbewerb für die Neugestaltung des Rümelinsplatzes. Obwohl in den Wettbewerbsvorgaben stand „der Baumerhalt hat höchste Priorität“. In einer öffentlichen Veranstaltung der Projektleitung hiess es, die Bäume müssten sowieso gelegentlich ersetzt werden… Sie seien nicht mehr in bestem Zustand.

Krank? Von aussen sieht man das als Laie vielleicht nicht.

Darum hat der Quartierverein Lääbe in der Innerstadt den unabhängigen diplomierten Baumexperten Alan Lyons um eine Beurteilung gebeten. 

Man findet sie hier auch als pdF.

 

Die erste Platte ist gelegt – Grauer Meilenstein für Basler Stadtachse

Neues „identitätsstiftendes“ Basler Element: Die Alpnacher Quarzsandsteinplatte als Achsenbelag.

„Das Gestaltungskonzept Innenstadt, das die Basler Innenstadt als Einkaufs-, Flanier- und Aufenthaltsort attraktiver machen will, kommt nun in der Gerbergasse zur Anwendung. Im Zuge der laufenden Erneuerungsarbeiten werden die Trottoirbereiche neu mit Alpnacher Quarzsandstein-Platten ausgelegt.“
Mit diesem Satz beginnt die Ankündigung der ersten Anwendung des als Resultat eines Wettbewerbs für „Achsen“ gewählten innerstädtischen Bodenbelags, der künftig die „Stadtachse“ –  vom Badischen Bahnhof bis zum Bahnhof SBB – auskleiden, oder in der Sprache der Verwaltung „mit Natursteinplatten gestalterisch aufwerten“ soll.
Was die Innenstadt leisten muss, wird uns nochmals repetiert:

Die Innenstadt übernimmt für Basel und die trinationale Region zentrale Funktionen: Sie bildet den Kern städtischen Lebens, dient als sozialer Treffpunkt und Freizeitraum, bietet Wohnraum und Arbeitsplätze, ist Anziehungspunkt für Touristen und attraktiver Einkaufsort mit zahlreichen Geschäften.

„Lebenswerte und attraktive öffentliche Räume mit hoher Gestaltungsqualität“ (die sie künftig den Alpnacher Quarzsandsteinplatten verdanken) trügen aber, so der Text, „wesentlich dazu bei, dass die wirtschaftliche Prosperität und die Anziehungskraft der Innenstadt gestärkt werden“. Weil die Gerbergasse ohnehin erneuert, respektive der Umbau beendet wird, kriegen jetzt erst mal die „Trottoirbereiche“ Platten. Das wird gefeiert. Solche Platten sind  künftig auf der „zentralen Achse vom Badischen Bahnhof zum Bahnhof SBB – dem Rückgrat der Innenstadt – optische Einheit und identitätsstiftendes Element“.

So wird die Gerbergasse am Ende aussehen. 

Der grosse Rest in der Mitte bleibt mit Asphalt „gestaltet“, weil da ja die  „Tramachsen“ durchkommen und Asphalt – so die Mitteilung – „die technischen Anforderungen in den Tramachsen optimal erfüllt“.

Ende November 2015 hat man fertig und „die Gerbergasse steht somit den Kundinnen und Kunden pünktlich auf den Start der Weihnachtsgeschäfte uneingeschränkt zur Verfügung“, frohlockt das Baudepartement. Und natürlich den Trams.

Meilenstein vor der Safre

Baudirektor Hans-Peter Wessels und Pro-Innerstadt-Geschäftsführer Matthias Böhm haben laut Mitteilung offenbar die erste Platte mit kurzen Reden als Meilenstein vor die Safranzunft gelegt. „Nach jahrzehntelangen Diskussionen sei es nun gelungen, ein gemeinsam getragenes Gestaltungskonzept für die Basler Innenstadt zu verabschieden und nun schrittweise umzusetzen.“

Die Investitionen seien Ausdruck davon, dass die Basler Innenstadt weiterhin ein vitaler Aufenthalts- und Einkaufsort ist, auch wenn zurzeit viele Geschäfte wegen der Entwicklung des Eurokurses stark unter Druck seien (und ab und zu zumachen). So verrückt viel Tempo beim Investieren ist da nicht. Die Freie Strasse, die nach Meinung einiger hässlich geworden ist, muss weiter warten. 2021 kann es da werden, oder länger. Auch wie es auf dem Rümelinsplatz weitergehen soll, wird man nicht so rasch erfahren. Erst 2016 soll überhaupt ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. So fällt das Warten leichter. Jedenfalls wird die im Projektpapier beklagte „bruchstückhafte Entwicklung“ des öffentlichen Raums in der Innerstadt noch ein paar Jahre weiter gehen.

Im Projektpapier wird der Quartierverein Lääbe in der Innerstadt als „Partner“ in Bezug auf das Gestaltungskonzept aufgeführt. Zur Wahl der Wettbewerbsgewinner und in der Folge der Bodenbeläge hatten wir aber nichts zu sagen.