Über uns und Statuten

Die Idee, einen Quartierverein zu gründen, wurde im Jahr 1995 geboren.
Unsere Kinder waren klein und das motivierte uns, auch andere Innerstadtbewohner/innen für diese Idee zu begeistern. Am 6. Juni 95 fand ein erstes Treffen statt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
62 Personen unterschrieben am 24. Oktober 1995 die Gründungspapiere des Quartiervereins „Lääbe in der Innerstadt“.

Die Statuten des Vereins wurden am 27. Juni 1995 verfasst und seither nie mehr geändert. Ihr Wortlaut findet sich hier.

Schon im Dezember erschien die erste Quartierszeitung und am 11. März 1996 folgte unsere erste Podiumsdiskussion zum Thema „Lohnhof wie weiter?“ in der Safranzunft.

heuberg-frueher

Mit Podiumsdiskussionen haben wir wichtige, unsere Mitglieder und das Leben in der Innerstadt betreffende Themen auf den Tisch gebracht: Im Jahr 2000 die „Flanierzone in der Stadt“, das brennende Thema „Lärm – und die Bespielungspläne“ 2002, oder Multiplexund Casino-Neubau 2007. Podiumsveranstaltungen gehören fest zum Programm unseres Quartierverein. Mindestens alle zwei Jahre wollen wir eine solche Veranstaltung einem für uns wichtigen Thema widmen.

Wir setzten uns mit den Anwohner/innen gegen die Umgestaltung des Leonhardskirchplatzes ein, und hatten damit Erfolg. Wir konnten so einen romantischen, friedlichen und idyllischen Platz im Herzen der Stadt erhalten.

Mit der Petition „OS Standort Innerstadt“ wollten wir für die Innerstadtkinder eine Quartierschule erreichen. Leider scheiterte dieses Projekt. Es wohnten und wohnen zu wenige Kinder in der Grossbasler Innerstadt. Somit werden unsere Kinder auch in Zukunft in die umliegenden Quartiere verteilt.
Mit der Petition für eine Fussgängerverbindung entlang des Rheins im Grossbasel von 1999 hatten wir nicht den erwünschten Erfolg. Gerade 2909 Unterschriften konnten wir der Regierung übergeben. Das Projekt konnte nicht durchgesetzt werden.

Unsere Mitsprache brachte zumindest einen halben Erfolg bei der Mitgestaltung des Pausenplatzes Petersschule. Die Stiftsgasse wurde nicht, wie wir das gewünscht hatten, verkehrsfrei, aber immerhin mit einer Belagsneugestaltung „verkehrsberuhigt“.

Seit der Gründung des Vereins ist das Thema Verkehr immer auf der Traktandenliste geblieben. Wir haben uns am Anfang erfolgreich für eine Ausweitung der Sperrzone eingesetzt und mahnten regelmässig (und vergeblich) eine striktere Kontrolle des Verkehrs in den Sperrzonen an. Im Herbst 2009 hat eine Verkehrskontrolle am Spalenberg/Gemsberg etc. gezeigt, welch lockerer Umgang mit der ausgeschilderten Verkehrsregelung sich bei Auto- und Velofahrenden eingebürgert hat. Eine wenig klare, von uns ebenfalls bemängelte Signalisation mag dazu beigetragen haben.

2009 haben wir uns in den Diskussionen am Runden Tisch in der Diskussion um die „Qualität im Zentrum“ engagiert. In diesem zum Teil frustrierenden Prozess der Mitwirkung vieler, sehr unterschiedlicher „Stakeholder“ haben wir versucht, die Interessen der Innerstadtbewohner und -bewohnerinnen zu vertreten und im aus dem Prozess entstehenden „Wunschbild 2020+“ ihre wichtige Rolle für eine lebendige und funktionierende Innerstadt zu verankern. Allerdings mit wenig Erfolg. Wir werden weiterhin dafür kämpfen müssen, dass die Menschen, die unsere Innerstadt bewohnen, nicht einfach nur als störende Quantité negligeable“ wahrgenommen werden.

In einer umfangreichen Mitgliederumfrage mit Fragebogen, die in überraschend grosser Zahl (66) ausgefüllt worden sind, haben wir auszuloten versucht, wo am ehesten Probleme liegen und wo weniger Handlungsbedarf besteht. Dabei hat der Vorstand auch wissen wollen, was von ihm erwartet wird und ob die Mitglieder mit seiner Arbeit zufrieden sind. Dies auch im Hinblick auf neue Aufgaben, die auf den Quartierverein zukommen und seine Rolle wichtiger machen.

Der Mitwirkungsparagraph 55 in der neuen Basler Verfassung institutionalisiert die Mitwirkung der Bewohner und Nutzer bei ihr Quartier betreffenden Planungsvorhaben etc. Wie diese Verfahren laufen sollen und wie fruchtbar sie werden, muss sich erst noch zeigen. Sicher aber haben die Quartiervereine die Bewohner/innen in den Verfahren zu vertreten, sie auch einzubeziehen und zu orientieren haben. Andererseits müssen die QVs auch darüber wachen, dass das Quartier betreffende Vorhaben rechtzeitig mit der Verwaltung diskutiert werden können und nicht aus „Zeitgründen“ Faits accomplis entstehen. Auch für die Mitglieder bieten sich da neue Möglichkeiten, sich einzubringen und an der Gestaltung unseres Lebensraums mitzuwirken. Das Interesse, hier mitzutun, wurde im Rahmen der Mitgliederbefragung erhoben und ist in erfreulichem Ausmass vorhanden.

Zu den festen Programmpunkten im QV-Lääbe gehört im Frühling die Generalversammlung, die wir jeweils mit einer besonderen Führung beginnen. Am Sonntag nach „Em Bebby sy Jazz“ findet immer ein Brunch auf dem Nadelberg statt und im Dezember gibt es den beliebten Weihnachtsapéro in der Mitte des Petersplatzes. Mit Glühwein und Gutzeli. Vergnügen muss ja auch sein.