Rümelinsplatz
Wegen Einsprachen bei der Baubewilligung im Juli 2025 wird der Beginn Umgestaltung Rümelinsplatz auf voraussichtlich Frühjahr 2026 verschoben. In den Einsprachen wird die IWB für die Fernwärmeanschlüsse kritisiert. Moniert werden ebenso Veloparkplätze, neue Baulinien und Zufahrten. Obwohl die Opposition gegen die Fällung der Ginkgo-Bäume bereits 2022 dürch die UVEK abgewiesen wurde, gab es im Juli 2025 angeblich wieder Einsprachen gegen die Fällung.
Die Umgestaltungskosten belaufen sich auf Fr. 4‘378‘000. In der März-Sitzung 2022 des Grossen Rats wurde der Antrag der UVEK angenommen und das Geschäft an den
Regierungsrat überwiesen.
Im Perimeter Rümelinsplatz stehen umfangreiche Sanierungsmassnahmen an der städtischen Infrastruktur (Werkleitungen und Beläge) an. Im Zuge dieser Erhaltungsarbeiten sollen der Rümelinsplatz und die umgebenden Gassen zu einem attraktiven Begegnungsort umgestaltet werden. Bereits im Jahr 2015 wurde ein offenes Evaluationsverfahren für die Umgestaltung des Rümelinsplatzes durchgeführt. Die Neugestaltung sah insgesamt acht Bäume vor, wofür allerdings die bestehenden vier Bäume hätten gefällt werden müssen. Gegen die Baumfällungen wurde eine Petition für den Erhalt der Bäume am Rümelinsplatz eingereicht durch den Quartierverein „Lääbe in der Innerstadt“. Das Projekt wurde mit dem Erhalt der gut entwickelten Linden und der Fällung der zwei Ginkgos weiterverfolgt. Die zwei Ginkgos sollen durch drei Schnurbäume ersetzt werden. Vorgesehen ist, den Platz durch Kieselwackenpflästerung optisch stärker in die Altstadt zurückzuführen. Plätze und platzartige Kreuzungsbereiche sollen mit geschliffenen Kieselwacken von höchster Qualität gepflästert werden. Wichtig bleibt eine gestalterisch überzeugende Führung von Blinden und sehbehinderten Personen sowie auf den Rollstuhl dimensionierte Asphaltbänder auf linearen Abschnitten. Die Kommission beschäftigte sich zudem ausführlich mit der Anzahl und den Standorten für die künftigen Veloabstellplätze, die sie um 20 erhöhen möchte.
Erneuerung Haltestelle Marktplatz
Im Jahr 2026 sanieren die BVB, die IWB und der Kanton die Tramgleise am Marktplatz. Deshalb werden im Sommer 2026 während rund zehn Wochen keine Trams zwischen Barfüsserplatz und Schifflände verkehren. Das Bau- und Verkehrsdepartement nutzt diese Zeit, um die Haltestelle Marktplatz so umzubauen, dass Fahrgäste stufenlos ein- und aussteigen können. Die Haltestelle wird als Einfachhaltestelle gebaut, so wie sie bereits seit 2021 im Betrieb ist, und wird gegenüber heute um wenige Meter in Richtung Schifflände verschoben. Die BVB erneuern zeitgleich die Tramgleise zwischen Gerbergasse und Schifflände und verstärken zudem die Überdeckung des Birsigs am Marktplatz. Die IWB erneuern Wasser- sowie Fernwärmeleitungen.
Erste Leitungsarbeiten sind ab Frühling 2026 gegenüber dem Rathaus und an der Ecke zur Huttgasse vorgesehen. Aufgrund des Gleisbaus und der Arbeiten zur Verstärkung der Birsigüberdeckung werden rund um die Schulsommerferien 2026 während rund zehn Wochen keine Trams zwischen Barfüsserplatz und Schifflände verkehren können. Die Haltestelle Marktplatz kann voraussichtlich ab den Schulsommerferien bis zum Ende der Bauarbeiten im Herbst 2026 nicht bedient werden.
Quelle: BVB: https://www.bs.ch/schwerpunkte/bauprojekte/seiten/bauprojekte-fuer-strassen-gruenanlagen-gewaesser/neue-haltestelle-marktplatz
Freie Strasse
In den vergangenen 2 Jahren sind Energie-, Wasser- und Telekomleitungen sowie die öffentliche Beleuchtung in der Freie Strasse, der Rüden-, der Streit-, der Kaufhaus- und der Barfüssergasse erneuert worden.Die Bauarbeiten wurden im Sommer 2020 begonnen und wurden im Herbst 2024 weitgehend abgeschlossen.
Im August 2025 wurde auch die Polleranlage im oberen Teil der Freien Strasse in Betrieb gesetzt.
Herzstück
Nach 25 Jahren Planung vollziehen die Kantone Basel-Stadt und Baselland eine dramatische Kehrtwende beim S-Bahn-Projekt Herzstück. Die ursprünglich geplante unterirdische Station am Marktplatz sowie weitere Haltestellen werden komplett gestrichen – das Projekt wird auf eine reine Verbindungsstrecke zwischen Bahnhof SBB und Badischem Bahnhof reduziert. Der Grund: Im April 2025 berechneten Bundesamt für Verkehr und SBB Gesamtkosten von 14 Milliarden Franken bei einer Inbetriebnahme erst um 2080. Ein Gutachten von ETH-Professor Ulrich Weidmann verschob das Projekt ebenfalls in die zweite Jahrhunderthälfte. Bei einem Gesamtbudget von maximal 24 Milliarden für die ganze Schweiz war klar: Das ambitionierte Projekt hatte keine Chance auf Bundesfinanzierung.
Die Regierungsräte Esther Keller und Isaac Reber reagierten pragmatisch und reduzierten das Vorhaben auf maximalen Nutzen bei Kosten von maximal 7 Milliarden. Die vereinfachte Durchmesserlinie soll S-Bahn-Linien besser verknüpfen und Kapazitäten für den nationalen Verkehr schaffen. Das neue Argument lautet: „Fährt Basel, profitiert die Schweiz!“ Die Region hofft, dass Bundesrat und Parlament die Bedeutung Basels als Verkehrsdrehscheibe anerkennen. Offen bleibt, wie die Bevölkerung reagiert, der 25 Jahre lang die Station Mitte als unverzichtbar präsentiert wurde.
Quelle: https://www.bazonline.ch/bahnknoten-basel-herzstueck-wird-drastisch-abgespeckt-992639123641
Birsig-Parkplatz
2038 soll der Birsigparkplatz saniert werden. Bereits im Sommer 2025 hätte ein Teil des Birsigparkplatzes zwischen Stänzlergasse und Drehscheibe begrünt und belebt werden sollen. 62 Parkplätze würden nach und nach aufgehoben.
Im weiteren Planungsverlauf wurde festgestellt, dass eine Umsetzung der ersten Massnahmen bereits im Sommer 2025 nicht möglich ist, da diese sowie die spätere Testnutzung als Gesamtes dem Grossen Rat zur Bewilligung vorgelegt werden müssen. Ursprünglich geplant war eine Zweiteilung des Projekts, was eine raschere Umsetzung der ersten Massnahmen im Gebiet Stänzlergasse/ ehemalige Drehscheibe ermöglicht hätte. Das Vorhaben wird nun als Gesamtprojekt (erste Massnahmen plus Testnutzung) den üblichen politischen Prozess durchlaufen. Im Weiteren hat das Projekt Ende Mai 2025 andere Hürden überwunden: Der Rekurs gegen das Baugesuch wurde zurückgezogen, und die Bewilligung für die Aufhebung der Parkplätze liegt nun vor.
Weitere Fragen bitte an Olivier Wyss, Leiter Stadtteilentwicklung, Olivier.Wyss@bs.
Spalenvorstadt Tramhaltestelle
Der Grosse Rat hat im Dezember 2020 beschlossen, die Ausgabenbewilligung für die Erneuerung von Werkleitungen und Gleisanlagen sowie die Anpassung der Haltestellen an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes in der Spalenvorstadt vorderhand auszustellen.
Die grossrätliche Umwelt- und Verkehrskommission hält an dieser Stelle aber ausdrücklich fest, dass der Verzicht auf eine Ausgabenbewilligung für den Abschnitt Spalenvorstadt nicht dahingehend zu verstehen ist, dass dort am Status quo festgehalten werden soll. Ziel muss es sein, eine möglichst breit abgestützte und akzeptierte Lösung zu finden.